Unser Kunst - Projekt 2026 nimmt Fahrt auf
"Kunstballaden - wir sitzen alle im selben Boot"
Das Kunstprojekt „Kunstballaden - auf dem Vogtländischen Kunstpfad" möchte Relikte der Industriekultur des Vogtlands künstlerisch bearbeiten und in Form von Geschichten, sogenannten Balladen, vermitteln. Dabei stehen die Themen Respekt, Kommunikation und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt, symbolisiert durch das „V“, das für verrückt, verwurzelt und vermitteln steht. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung des Freiluft-Ziegelbrands, einer traditionellen, mehrtägigen Brennmethode von Ziegeln ohne geschlossene Öfen, die bis ins 19. Jahrhundert die Standardtechnik war. Ziegel und weitere Relikte wie Webschiffchen und Fassdauben werden nicht nur als historische Gegenstände gezeigt, sondern auch künstlerisch inszeniert, um Identität zu schaffen und zum Nachdenken anzuregen. Das Projekt verbindet sowohl lokale Traditionen als auch zeitgenössische Kunst und lädt zu einem respektvollen Austausch ein. (mehr)
Gulnara Petzold "Trümmerfrauen" Ziegel / 2026
(....) mein Ziel ist es, den Ziegel künstlerisch zu transformieren und so einen Bogen von der dunklen Vergangenheit hin zu einem Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs zu schlagen (...).
Walter Dietrich (1932-1994) "Kinderkreuzzug 1939"
(...) die Kinder sterben alle aufgrund der winterlichen Kälte, den Anstrengungen und ihrer Orientierungslosigkeit. Der einzige Zeuge ihres Todes ist ein verhungerter Hund mit einem Schild um den Hals, auf dem die Kinder um Hilfe bitten (...).
Ólè (Marco Olesch) "Nullmeridian" Fassdaube / 2026
(...) es spielt keine Rolle, ob jemand im Osten oder Westen lebt, im Norden oder Süden, hüben oder drüben. Entlang jeder Linie leben Menschen. Menschen, die fühlen, lieben, zweifeln, lachen, leiden und erschaffen (...).
Ein Vogtländer, die Wende und die Kunst im „Elefantenklo“
(...) beim Festakt am 14. September 1989 war die höchste Staatsführung nicht anwesend, da sie bereits mit ihren eigenen Problemen beschäftigt war: Tausende von verzweifelten DDR-Bürgern umringten die Prager Botschaft der Bundesrepublik und suchten den Weg in den Westen und am 9. November 1989 um 18.53 Uhr fiel die Mauer (...).
Nadine Lorenz "Eine Tradition, die sich gewaschen hat"
(...) die Firma wurde im Jahr 1894 von Ernst Weidenmüller als Bleicherei und Appreturunternehmen gegründet. Unser vorderes Gebäude stammt aus dieser Zeit. In den Folgejahren wurde immer wieder erweitert und angebaut. An unserem Standort weidete früher das Vieh der Auerbacher Schlossherren, daher die Bezeichnung Herrenwiese in Auerbach/ Vogtl.(...).
Wolf Schmidt-Falkenstein "Die Vierte Gewalt" Fassdaube / 2026
(...) die Journalisten starrten auf das Werk. Einige suchten fieberhaft nach konkreten Hinweisen, doch die Kameraobjektive schienen plötzlich die Schärfe zu verlieren. Die reine Sensationsgier der Vierten Gewalt stieß sich an der Vielschichtigkeit der Kunst. Man konnte dieses Bild nicht in eine Schlagzeile pressen (...).
Die gemeine Stechmücke (Assemblage)
(...) wartend auf den Tag, an dem "Falgard" nicht nur ein Name auf Holz ist, sondern ein Echo in der Ferne, getragen vom Erinnerungen (...).
(...) ich rieche den unvergleichbaren Duft von Bahnhöfen, nach Bremsen, Schweiß, Urin, frisch gedruckten Zeitschriften, Parfüm, Essen, Blumen, feuchte Erde, Rauch, die Mischung aus Sonnencreme, Piniennadeln, Wärme und Meer, Gewürze, deren Düfte aus den offenen Fenstern wabern (...).
Johannes Wagner (1914-1980) "Eine Stadt rüstet auf"
(...) sein Schaufenster in der Schlossstraße in Falkenstein/Vogtl. werden noch viele in Erinnerung haben. Fotograf Hertling und er teilten sich 2 Schaufenster und sein Freund Hertling trug wesentlich zum Umsatz bei. Schließlich musste fast jeder Falkensteiner früher oder später mal zum Fotografen. Ich habe mir oft in den 60er Jahren seine kleinen Landschaften im Schaufenster angesehen und mein Wunsch Kunstmaler zu werden, wurde nicht zuletzt auch dort vor diesem Fenster bestärkt (...).
Regina Blechschmidt „Jahreszeiten“ Fassdaube / 2026
(...) die abstrakten Formen erzählen von der ständigen Veränderung, vom Werden und Vergehen, von der Schönheit die in jedem Stadium des Wachstums und der Reife liegt. Es ist eine stumme Ode an die Geduld, die Hingabe und die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur (...).