„Kunst in Zeiten der Pandemie“

Ausschreibung zur Kunstausstellung 2021

Falkenstein, den 04.01.21

Der Kunstförderverein falkart e.V. möchte im Herbst 2021 gemeinsam mit Künstler*innen des

Vogtländischen Kunstverein Göltzschtal e.V. eine Ausstellung mit Kunstwerken, die während der

Zeit der Pandemie entstanden sind, zeigen.

"Kunst in Zeiten der Pandemie“

Können Künstler*innen die „Zeiten der Pandemie“ einfach abhaken, die Schneise, welche die Pandemie in aller Alltag geschlagen hat, ohne Langzeitfolgen überwinden? Nein, natürlich nicht. Wer finanziell ohne größere Dellen durch die Pandemie gekommen ist, der wird sich vielleicht

tatsächlich über das Phänomen der erzwungenen Entschleunigung gefreut haben, entgangene Termine für kreative Momente genutzt, oder die Zeit der Beschränkungen eher als ästhetisches Erlebnis wahrgenommen haben.

Kunst und Kultur kann als eine gesellschaftliche und künstlerische Ausdrucksform für den Umgang mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gesehen werden. Künstlerinnen und Künstler können Erfahrungen mit der Pandemie aufgreifen und Erinnerungen formen, in Ängsten und Unsicherheiten ein kreatives Ventil finden.

Die Corona-Krise hat verschiedene gesellschaftliche Probleme überdeutlich aufgezeigt, Pflegenotstand, die soziale Benachteiligung vieler Kinder, Alterseinsamkeit, häusliche Gewalt oder die negativen Auswirkungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Gerade politische Kunst und Kultur könnte eine bedeutende Rolle einnehmen dies auch nach der Krise im Bewusstsein zu halten und mit diesem Wissen eine Veränderung anstoßen, damit diese Missstände auch nach der Krise weiter ver- und bearbeitet werden. Kann das Kunst? Kann Kunst nach der Krise unsere Welt verändern – besser machen?

Zu dieser Themenausstellung möchten wir Künstlerinnen und Künstler beider Vereine herzlich einladen.

Bewerbungsschluss ist der: 17.09.2021

Ausschreibung zur Ausstellung "Kunst in Zeiten der Pandemie“

Teilnahmeberechtigte: alle Künstlerinnen und Künstler beider Vereine

Anzahl: Eingereicht werden können max. 3 Arbeiten

Techniken: Bildnerische Arbeiten (auf Leinwand oder Papier / alle Techniken einschl. Fotografien)

Jede Arbeit sollten eine maximale Größe von 80 x 100 cm haben und plastische Arbeiten.

Ort der Ausstellung: Die Galerie des Kunstförderverein falkart e.V. im Falkensteiner Schloss in

der unteren Schalterhalle der Sparkasse Vogtland - Falkenstein. Die Galerie ist barrierefrei und zu

den Öffnungszeiten der Sparkasse geöffnet, besetzt und videoüberwacht.

Dauer der Ausstellung: vom 15. Oktober 2021 bis Ende Mai 2022

Eröffnung: Vernissage am 22. Oktober 2021 um 18:00 Uhr

Bewerbung: Die Kunstwerke sollten als Fotografie oder Bilddateien vorgestellt und beschrieben

werden. (u.a. Maße, Technik, Versicherungswert). Die Erläuterung sollten maximal eine DIN A4-Seite

umfassen. Zur Bewerbung sind ein kurzer Lebenslauf, künstlerischer Werdegang, Adresse und

Kontaktdaten einzureichen.

Bewerbung: bitte nur schriftlich an Kunstförderverein falkart e.V. (Herr Blechschmidt)

Spinngasse 4 / 08223 Falkenstein oder per Mail: dieblechschmidts@web.de

Einsendeschluss ist der 17.09.2021 !

Die Vorstände beider Kunstvereine entscheiden über die Zusammenstellung der Ausstellung. Eine generelle Teilnahmeberechtigung durch die Bewerbung besteht nicht. Atelierbesuche können nicht vorgenommen werden. Für eingereichte Arbeiten und Unterlagen und deren Unversehrtheit kann von dem Kunstvereinen keine Haftung übernommen werden. Die Bewerber*innen müssen mit

einer eventuellen Veröffentlichung persönlicher Daten aus den von ihnen eingereichten Unterlagen sowie mit den hier aufgeführten Teilnahmebedingungen einverstanden sein. Ein Bescheid über die Zulassung zur Ausstellung ergeht bis spätestens 01. Oktober 2021

schriftlich bzw. per Mail. Alle Materialien der Einreichungen gehen danach an die Einsender zurück.

Die zugelassenen Arbeiten bitte gerahmt am 11. und 12. Oktober 2020 in der Galerie des Kunstförderverein falkart e.V. im Falkensteiner Schloss / Schlossplatz 1 / 08223 Falkenstein

jeweils von 9:00 – 12:30 Uhr und 13:30 – 15:00 Uhr in der unteren Schalterhalle der Sparkasse Vogtland abgeben.

Die Vorstände der Kunstvereine freuen sich auf Eure Teilnahme und wünschen bei der Vorbereitung zu dieser Themenausstellung viel Freude, Kreativität und Erfolg!

 

Rainer Döhling Vorsitzender des Kunstförderverein falkart e.V. /  Ivonne Rechenburg Vorsitzende des Vogtländischen Kunstverein Göltzschtal e.V.


Der Kunstförderverein falkart e.V. trauert um sein Gründungsmitglied Horst Eczko

Genius loci - Malerei und Grafik von Lothar Stauch

ab 31. Mai 2021

in der falkart-Galerie im Falkensteiner Schloss


Einblicke

Wir wissen noch nicht, wie sich unser Leben nach der Pandemie verändert hat, was wir erhalten können, was uns verloren gegangen sein wird aber auch was Neues entstanden ist. Wie in vielen Bereichen unseres Lebens hat auch die Kultur und Kunst besonders große Einschränkungen hinnehmen müssen.

Auch der Falkensteiner Kunstförderverein falkart e.V. hat das zu spüren bekommen.

 

Um so dankbarer sind wir der Stadtverwaltung Falkenstein für Hilfe und Anerkennung. Der im Dezember erhaltene „Falkensteiner Bürgerpreis 2020“ hat uns bestärkt und Mut gemacht, trotz Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen, unsere Arbeit fortzusetzen.

 

Dankbar sind wir auch all unseren Mitgliedern, die zu ihrem Verein stehen und somit unsere Arbeit ermöglichen. Ebenso den zahlreichen Förderern und Spendern die uns finanziell immer wieder unterstützen - ein herzliches Dankeschön!

 

Als ein besonderer Glücksfall hat sich in Zeiten der Pandemie unsere Galerie im Falkensteiner Schloss erwiesen. Konnte doch dort in den Geschäftsräumen der Sparkasse Vogtland in Falkenstein unsere Ausstellung zum Jubiläumsjahr - 250 Jahre Beethoven "DER KLANG DER FARBEN“ ohne Unterbrechung gezeigt werden.

 

Wir sagen der Sparkasse Vogtland und ihrem tollen Team in der Filiale Falkenstein herzlich danke. Geplante und bereits vorbereitete Aktionen zu dieser Ausstellung konnten wir leider Corona bedingt nicht realisieren.

 

Um so mehr freuen wir uns ab dem 31. Mai – 15.Oktober den Falkensteiner Künstler Lothar Stauch mit seinen Bildern und Grafiken präsentieren zu können.

Auf eine Vernissage müssen wir leider auch hier noch verzichten. Wir hoffen auf eine Finissage im Oktober 2021.

 

Der Künstler stellt seine Ausstellung unter das Thema genius loci(der Geist des Ortes)

 

Dazu Lothar Stauch: „Mein zentrales Thema ist die Architektur in der Landschaft und mit ihr der „Genius Loci“. Er erzählt viel über die dort lebenden Menschen. Es fasziniert mich, außergewöhnliche Färb- und Formensprache dieser realen Landschaften auf ihr Wesentliches zu reduzieren und mit klaren gestalterischen Linien neu zu komponieren.“

 

 

Lothar Stauch: 1953 geboren in Falkenstein/Vogtland /1970-1972 Lehre als Textilzeichner in Plauen / 1972 - 1975 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg, Abschluss als Diplomdesigner (FH) / 1975 - 1993 in der Industrie als Textildesigner und 1994 - 2018 als Grafikdesigner tätig / zwei Söhne und eine Tochter (1974/1978/1984 geboren) / seit 1970 intensive künstlerische Beschäftigung bei Walter Dietrich / seit 1983 Mitglied im Förderstudio für Malerei und Grafik bei Jürgen Adler / ab 1995 in der Plauener Künstlergruppe „Studio MuG“ / 1994 - 2009 im Vorstand des Vogtländischen Kunstverein Göltzschtal e.V. / 2010 / 2013 Studienreise Italien / 2011 Studienreise Baltikum /2016 / 2018 Workshop Ätzradierung „Vernis mon“ bei Andreas Rudloff

 

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Sparkasse jeder Zeit besichtigt werden.

 

Wir freuen uns auf Sie.

 

 

 

Gedanken zu genius loci – der Geist des Ortes

 

Eine neue Ausstellung in der falkart-Galerie mit Bildern von Lothar Stauch

 

(Rainer Döhling Mai 2021)

 

Dieser Ort wurde bereits in den 70iger und 80iger Jahren als so genannte kleine Galerie im Schloss genutzt. Viele unserer Falkensteiner Künstler haben in dieser Zeit schon einmal ihre Werke präsentiert und alles gehörte zusammen und hatte ineinander gegriffen, „es war vernetzt“ würde man heute sagen.

 

Johannes Wagner, Walter Dietrich, die Blechschmidt's, Siegfried Henze (um nur einige zu nennen) oder auch unser Professor Gottfried Schüler, der damals in Weimar lebte, hatten hier ausgestellt. Ein Sohn des Falkensteiner Friedrich Barthel hatte diese G. Schüler-Ausstellung damals angeregt.

 

Wenn wir weiter zurück blicken, gab es noch eine Person, die im Zentrum der Falkensteiner Kunstszene stand: Er war Lehrer an der damaligen 2. Oberschule, bescheiden, gerne auch mal belächelt – der Lehrer für Kunsterziehung und Musik –

 

Walter Thomas.

 

Leider merkt man oft erst viel später, welch große Bedeutung er für die Falkensteiner „Kunstszene“ hatte und gern würden wir ihn heute wieder treffen und mit ihm reden um noch mehr über seine Kunst, die Zeit und sein Leben erfahren, um dies noch umfangreicher für nachfolgende Generationen aufzeigen zu können.

 

Walter Thomas, der übrigens 1924/25 an der Akademie in Dresden studierte und Schüler bei Otto Dix war, und Johannes Wagner waren gute Freunde, die sich oft getroffen und sogar gemeinsam gearbeitet haben. In Mal- und Zeichenzirkeln haben die beiden Künstler die „Kunstschaffenden“ der Region ausgebildet. Auch Walter Dietrich war Schüler bei Walter Thomas und dieser wiederum bildete später u.a. Lothar Stauch, Regina und Wolfgang Blechschmidt aus.

 

Professor Gottfried Schüler hat immer wieder von Walter Thomas als Künstler und seiner Vogtländischen Heimat berichtet.

 

So schreibt er in einem Brief: „Falkenstein liegt im östlichen Vogtland. Eine Wasserscheide teilt den Ort in die untere und Obere Stadt. Die oberen zählten sich zu den Gehobeneren, in der unteren wohnten Arbeiter, Sozis und Kommunisten. Das kleine Städtchen brannte 1859 ab. Zwei Ortsteile blieben verschont. Der Hintere Anger und der Grund. Beide steckten voller „Motive“. Die Landschaft rings um das kleine, tüchtige Textilweberei-Städtchen gehört zum Feinsten der deutschen Mittelgebirge. Sie war in Kindheit und Jugend mein natürlicher Lebensraum, sie schuf in mir die Liebe zu Berg und Tal und Bach und Baum und Wald bis zum heutigen Tag. Da war der Mühlberg, die Juchhöh, die Hanneloh, die Göltzsch,.......die Schulfelsen, der Lochstein, der Wendelstein....“

 

Im selben Brief schreibt dann Schüler über seine Kindheit und Jugend:

 

1937 kam Walter Thomas als Zeichenlehrer an die Schule.

 

Nur reichlich zehn Jahre älter als ich, ein frisch ausgebildeter Studienassessor - vor allem aber Maler, Musiker, Literat, ein musischer junger Mann, mein neuer Zeichenlehrer. In der ersten Doppelstunde lies er uns das neu angeschaffte Aquarellmaterial einpacken, er führte uns in den Schlosspark (...) Dorfstadt. Dort signalisierte er Freiheit, Lust, Lockerheit, er tauchte uns ein in das fließende Medium Aquarell: nass laufenlassen, Sauberkeit und Exaktheit sind keine Kriterien (…) Thomas hatte in mir einen Motor angeworfen.“

 

 

 

Es ist kein Zufall, dass der Kunstförderverein falkart e.V. bereits 2014 seine erste Ausstellung Walter Thomas gewidmet hat und es bis heute immer wieder Parallelen in den Ausstellungen und Werken zu Falkensteiner Künstlern gibt.

 

Schauen Sie doch einmal auf unsere Webseite www.falkart.de. Hier finden Sie die Künstler mit ihren Geschichten und Werken in großer Auswahl. Sie werden sicher Orte und Motive finden, die gerade in Zeiten der Pandemie auch ihnen helfen, sich mit allen Sinnen an Kunst und Natur zu erfreuen.

 

Die Künstler unserer Region, die mit ihren „Handschriften“ diese Motive schon entdeckt haben, und diese Werke für spätere Generationen zu dokumentieren, ist eines der Hauptanliegen unseres Kunstfördervereins falkart e.V..

 

Haben Sie dazu Ideen oder haben Sie Motive in ihrer Wohnung hängen von regionalen Künstlern, die Sie begeistern? Lassen Sie uns teilhaben und kontaktieren uns.

 

Erzählen Sie Ihre ganz persönliche Geschichte zu Ihrem Kunstwerk und dessen Künstler.

 

Die ersten Kontakte und Ideen haben wir bereits auf unserer Webseite veröffentlicht.

 

Wir freuen uns auf Ihre Zusammenarbeit und Unterstützung.

 

Ihr Vorstand des Kunstförderverein falkart e.V.

Rainer Döhling (Vorsitzender)

Mail: regina.doehling@googlemail.com

Telefon: 03745 5920


SEHENSWERT !