"Auf ein Jahr 2026 voller spannender Herausforderungen und Erfolge!"
Begleiten Sie uns auf diesem außergewöhnlichen und einzigartigen Kunstpfad, indem Sie unsere Initiative unterstützen und aktiv zum erfolgreichen Verlauf unseres Projekts beitragen. Wir laden Sie ein, uns Ihre Anregungen und Vorschläge mitzuteilen. Teilen Sie uns Ihre ganz persönlichen Perspektiven auf das „Ungesehene“ mit und beleben sie mit uns gemeinsam den Vogtländischen Kunstpfad. [email protected]
Das Team des Vogtländischen Kunstpfades sagt Danke!
Aktuelles
Liebe Kunstfreunde!
Wir befinden uns weiterhin auf dem Vogtländischen Kunstpfad und beabsichtigen, eine Verbindung zum Böhmischen Vogtland herzustellen, dem grenznahen tschechischen Gebiet des Vogtlands. Diese Region ist historisch geprägt durch die Herrschaft der Vögte von Plauen und zeichnet sich heute durch eine ausgeprägte grenzüberschreitende kulturelle Vernetzung, diverse Naturparks sowie die Tradition des Musikinstrumentenbaus aus, wobei enge Beziehungen zum Sächsischen Vogtland bestehen. Das Böhmische Vogtland stellt einen landschaftlich besonders attraktiven Bestandteil des Nationalparks Erzgebirge/Vogtland dar und lädt regelmäßig zu Exkursionen ein. Trotzdem beeinträchtigen Phänomene wie Tanktourismus, preisgünstige Verpflegung und Dienstleistungsangebote die Intention, diese Region Tschechiens in ihrer Tiefe zu erforschen und wertzuschätzen.
Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass Johannes Wagner als Maler verschiedene stilistische Ansätze verfolgte. Gerade diese Vielfalt seiner Arbeiten offenbart eine besonders differenzierte Perspektive auf sein künstlerisches Schaffen. Wir laden Sie ein, mit Interesse und Neugierde diese Werke zu betrachten, die aktuell während der Öffnungszeiten der Sparkasse in unserer Galerie im Falkensteiner Schloss präsentiert werden.
Die präsentierten Werke werden Sie zweifellos faszinieren und bieten gewiss Inspiration für einen erneuten Besuch in Böhmen. Seit jeher besteht jedoch das Verlangen, neue Perspektiven zu erschließen und verborgene Facetten zu erkunden. In diesem Sinne hat sich bereits in den 1960er und 1970er Jahren unser Falkensteiner Künstler Johannes Wagner mit dem Fahrrad oder der SR 2 auf den Weg nach Böhmen begeben. Eine umfangreiche Sammlung von Skizzen und visuellen Eindrücken nahm er mit nach Hause. Stets hatte er dabei auch eine Kamera zur Dokumentation griffbereit. So hielt er Grenzdörfer, Siedlungsgebiete sowie Landschaften fotografisch fest. Im Atelier wurden diese Wahrnehmungen in expressive Malereien transformiert, teilweise als Öl- oder Aquarellbilder. Gemeinsam mit seiner Tochter und Urenkelin haben wir im Nachlass recherchiert und beeindruckende Werke entdeckt, die seine künstlerische Sichtweise widerspiegeln. Aus diesem Grund wurde der ursprünglich geplante Ausstellungstitel von „Böhmische Dörfer“ auf „Böhmische Impressionen“ modifiziert.
Darüber hinaus möchten wir diese Ausstellung als Plattform nutzen, um Verbindungen nach Böhmen anzuregen. Eventuell bestehen bei Ihnen bereits Überlegungen und Vorschläge in dieser Hinsicht. Unterstützen Sie uns bitte dabei, notwendige und verdiente Verknüpfungen herzustellen. Aktuell sind wir durch die Leipziger Buchmesse und einen Beitrag in der „Freien Presse“ auf ein Buch aufmerksam geworden, das in Zusammenhang mit unserer Ausstellung von Interesse ist. Es handelt sich um den vom Autor Oliver Hach verfassten „Atlas der verschwundenen Dörfer im Böhmischen Erzgebirge“. Mehr als drei Millionen Sudetendeutsche mussten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen. Acht Jahrzehnte nach dieser Vertreibung werden in diesem Werk erstmals Ortschaften im gesamten böhmischen Erzgebirge dokumentiert, die im Anschluss unwiederbringlich verloren gingen oder von denen heute nur noch Überreste existieren. Der Autor hat sämtliche Orte in Tschechien besucht und Gespräche mit Personen geführt, die sich diesen Orten verbunden fühlen. Dieses Buch intendiert, den verschwundenen Dörfern sowie ihren ehemaligen Bewohnern ein Denkmal zu setzen und zugleich das Interesse zu wecken, diese Stätten persönlich zu besuchen.
Der Vorstand unseres Vereins beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Werk, um mögliche Parallelen zwischen den Darstellungen Johannes Wagners und dem Böhmischen Vogtland zu identifizieren. Unsere Ausstellung soll für Sie außerdem eine Aufforderung sein, Bekanntes und Unbekanntes mit allen Sinnen neu wahrzunehmen und zu erforschen.
Vereinsvorsitzender Rainer Döhling
Falkenstein, 12.04.2026