Wir stellen vor: Fritz Zenner (1900-1989) und die Elstertalbrücke

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„Er ist ein Künstler, der Landschaft und Bauwerke dt\s Vogtlandes unverwechselbar, liebevoll und überragend darstellt."
Rudolf Donnerhack

Am 21. Mai 1989 verstarb in Netzschkau 89jährig der Graphiker Fritz Zenner. Mit seinen auf intensivem Natur-studium beruhenden, exakten, ebenso selbstverständlich wirkenden wie bewusst komponierten und auf ungekünstelte Weise beeindruckenden Zeichnungen, die zugleich wertvolle Dokumente darstellen, hat er einen wichtigen Beitrag zur vogtländischen Kunst des 20. Jahrhunderts geleistet.


Die Elstertalbrücke im Vogtland ist mit rund zwölf Millionen verbauten Steinen die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Das von 1846 bis 1851 errichtete Bauwerk ist 68 Meter hoch, 270 Meter lang und besitzt zwei Etagen. Es überführt die zweigleisige und elektrifizierte Strecke Leipzig – Hof (zweite Etage) sowie die Eisenbahnstrecke Gera – Weischlitz über das Tal der Weißen Elster. Darüber hinaus beherbergt das Bauwerk einen Wanderweg auf der erste Etage.

Mit der Sprengung des Mittelpfeilers zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Brücke teilweise zerstört. Von 1945 bis 1950 wurde sie repariert, von 1959 bis 1962 wurde die Fahrbahnwanne erneuert. Die Elektrifizierung folgte 2012.

Die historisch bedeutsame Elstertalbrücke im Vogtland hat das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht. Daher wird das Gleistragwerk erneuert und das Mauerwerk saniert. Zudem werden eine Überleitstelle und ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) errichtet. Dadurch kann die Streckenkapazität erhöht sowie der Zugbetrieb bei Bauarbeiten und Störungen (vor allem für den Nahverkehr) flexibler gestaltet werden. Die Hauptarbeiten werden voraussichtlich von 2021 bis 2025 durchgeführt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einhaltung des Denkmalschutzes. Quelle: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/elstertalbruecke


 

Fotos 8-2022 / Bildrechte: Wolf Schmidt-Falkenstein / 2022