04.04.1927 in Oelsnitz/Vogtl. geboren
Vater nach 1929 Dozent an der Staatlichen Kunstschule in Plauen (Abt. Weben)
1941 an der Kunstschule in Plauen im Vogtland unter Kurt Löbering
(nebenher Diplom A B C und Flugsicherheitsklasse Klasse 1 absolviert)
Dez.1944 - Jan.1945 an der Ardennen-Offensive beteiligt
März 1945 amerikanische Gefangenschaft in die Nähe von Reims / Beschäftigung mit Porträt und Zeichnung
Februar 1947 aus dem Lager entlassen
April 1947 russische Gefangenschaft / Arbeit in den russischen Uranbergwerken des Erzgebirge
Juni 1947 Flucht in die BRD erst Bamberg dann nach Ellingen in die Kunstakademie von Nürnberg (damals in Schloss Ellingen) unter Hermann Wilhelm (1897–1970)
1948er lernt Künstler des Bauhauses Beckmann und Klee kennen
1953 Bekanntschaft mit Mercedes (Mechthildis Engemann) seine spätere Frau
1955 gemeinsames Studium und Stipendium (DAAD) in Amsterdam unter Heinrich Campendonk (1889-1957) später Jan Wiegers (1893-1959)
1957 Reisestipendium nach in Spanien / Bekanntschaft mit Schriftsteller Bert Schierbeek (1918-1996)
ebenfalls Bekanntschaft mit Bildhauer George Rickey (1907-2002) / Rickeys Frau, Edith Rickey, geb. Leighton (*1924) war mit Max Beckmann befreundet, der sie 1949 in Saint Louis porträtiert. Das Bild hängt im SAINT LOUIS Art Museum
1958 Rückkehr nach Bendorf bei Koblenz dem Geburtsort Mercedes
1960er Jahre Wolfgang und Mercedes beide Studium an der Rijksakademie in Amsterdam
1962 Heirat mit Mercedes und Wohnung in Amsterdam
ab 1967 Hauskauf in Amsterdam Herengracht 62
1978-1990 Dozent an der Kunstakademie in 's-Hertogenbosch
1979 Retrospektive im Franz Hals Museum
24.08.1981 stirbt plötzlich seine Frau Mercedes an Herzinfarkt
Nach Pensionierung freischaffend
1991 und 1993 Ausstellungen in Amsterdamer Galerie Nine
20.07.-29.08.1997 Doppel-Ausstellung mit Mercedes im Malzhaus Plauen/Vogtl.
Bis 1997 ständig ebenfalls Beide Teilnahme an Ausstellungen im Haus der Kunst München
2003 Doppel-Ausstellung im Jan van der Togt Museum in Amstelveen
2005 - 2009 Serie von Ölgemälden zum „Auschwitz-Album“ (von Lilly Jacob stammend) auf der Grundlage einer Reportage über einen Männertransport vom 26. Mai 1944 nach Beregowo (siehe folgende Bilder).
Er starb am 21.11.2025
Das Auschwitz-Album
(Die achtzehnjährige Lilly wurde im Frühling 1944 zusammen mit ihrer Familie und der Mehrheit der ungarischen Juden deportiert. Auf der „Rampe“ in Auschwitz wurde sie brutal von ihren Eltern und ihren jüngeren Brüdern getrennt; keinen von ihnen sah sie je wieder. Lilly hatte Glück und überlebte, aber nicht immer betrachtete sie es als einen Segen, ganz allein überlebt zu haben, herausgerissen aus ihrer Lebenswelt, ihrer Freunde und Familie beraubt.
Im Gegensatz zu allen anderen Überlebenden war ihr ein kleines Wunder vergönnt: Am Tag ihrer Befreiung fand sie im Konzentrationslager Dora in den verlassenen Baracken ein Fotoalbum. Unter anderem enthielt es Bilder ihrer Familie und Freunde, als diese auf der Rampe ahnungslos ihren Tod erwarteten. Das Album stellte eine einzigartige Verbindung dar zu dem, was einmal gewesen war, niemals zurückkehren und niemals wiederhergestellt werden konnte.Wie wir heute wissen, ist das Album außerdem das einzige fotografische Beweismaterial für die Ankunft von Juden in Auschwitz und in Todeslagern überhaupt.)
Quelle: https://www.yadvashem.org/yv/de/exhibitions/album_auschwitz/lili-jacob.asp
2017-2018 „Der künstliche Horizont“ 9 Bildtafeln
ab 2019 Aquarellserien ?
04.11.2024 - Wir danken dem Künstler Wolfgang Ebert für die freundliche Unterstützung und Genehmigung zur Veröffentlichung. Er lebt und arbeitet mit 97 Jahren in Amsterdam.
Quelle:Kataloge des Künstlers / Flyer Galerie im Malzhaus Plauen "Bilder und Sinnbilder" Ausstellung 20.07.-29.08.1997
In der Erinnerung Wolfgang Ebert
Quelle: https://www.kunsten92.nl/in-memoriam-wolfgang-ebert/
(Oelsnitz, 4. April 1927 – Amsterdam, 21. November 2025)
Nach einem Leben voller Hingabe an Kunst und Literatur und seinen Freundeskreis hat uns ein außergewöhnlicher Mensch verlassen. Wolfgang Ebert war der besondere und immer inspirierende Bewohner und Inhaber von Herengracht 62 in Amsterdam, wo Kunsten ’92 sein Amt innehat.
Seit die Kunsten ’92 2001 vom Königlichen Konservatorium in Den Haag in die Herengracht 62 in Amsterdam gezogen sind, haben wir eine herzliche Bindung zueinander aufgebaut. Wolfgang Ebert wurde ein besonderer Freund von uns persönlich und von Arts ’92. Bis zu einem Monat ging er jeden Tag in sein Atelier, über unserem Büroraum, um an einem Gemälde oder einem Aquarell zu arbeiten. Er las immer noch kürzlich erschienene Bücher über Lyrik und Literatur, Philosophie, Geschichte und natürlich Malerei, die auf seinem Tisch geordnet waren.
Wolfgang wuchs in den turbulenten 30- und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in Deutschland auf und wusste schon früh eines: Er würde sein Leben der Kunst widmen. Nach einer ereignisreichen und unglaublich tiefgründigen und prägenden Reise, die eine Inspirationsquelle für seine Arbeit war, kamen er und seine Frau Mercedes Engeman nach dem Krieg nach Amsterdam, um an der Rijksakademie zu studieren. Er hat im Laufe seines Lebens ein beeindruckendes Werk aufgebaut. Seine letzte Ausstellung fand 2018 statt: „Der Künstliche Horizont“, eine Untersuchung seiner autobiografischen Position nach 77 Jahren Malerei.
Wolfgang hatte immer ein warmes Herz für die deutsch-niederländischen Kulturbeziehungen und hat seinen Nachlass der Gesellschaft der Niederlande – Deutschland anvertraut.
Wir genossen die vielen inspirierenden Gespräche, köstliche Mahlzeiten, seine Arbeit und den Antrieb, mit dem er sein Leben lebte. Wolfgang war 98 Jahre alt.
Foto: Wolfgang Ebert an seinem 98. Geburtstag (4. April 2025)
Quelle: Kunsten’92 / https://www.kunsten92.nl/in-memoriam-wolfgang-ebert/