Clemens Mecke (1892-1974)

Landschaftsmaler und Graphiker

1892 Netzschkau bis 1974 Oggenhausen?,

Ausbildung zum Lehrer und Kantor,

künstlerische Ausbildung bei Hans Poller in Eibenstock und Walter Brand in Auerbach im

Vogtland, 1920–45 als Lehrer,

Schulleiter und Kantor in Werda im Vogtland,

1945 amerikanische Kriegsgefangenschaft,

anschließend Übersiedlung nach Oggenhausen (Stadtteil von Heidenheim in

Baden-Württemberg),

hier 1950–57 als Lehrer tätig,

Quelle: Vollmer, Saur ”Bio-Bibliographisches / Künstlerlexikon” und Internet.

 

Clemens Mecke, Landschaftsmaler und Graphiker (geb.: 1892 in Netzschkau gest.: 1974 Nattheim (Bad.-Württ.), Ausbildung zum Lehrer und Kantor, künstlerische Ausbildung bei Hans Poller in Eibenstock und Walter Brand in Auerbach im Vogtland, 1921-45 als Lehrer, Schulleiter und Kantor (Letzteres bis 1939) in Werda, 1945 amerikanische Kriegsgefangenschaft, anschließend Übersiedlung nach Oggenhausen (Stadtteil von Heidenheim in Baden-Württemberg), hier 1950-57 als Hauptlehrer und Kantor tätig. Zuletzt lebte er bis zu seinem Tod 1974 im benachbarten Nattheim. C. Mecke hatte noch bis zu seinem Tod brieflichen Kontakt zu alten Werdaern, die ihn u.a. zu Schulfesten einluden. Bei zahlreichen Auktionen werden noch heute Bilder von C. Mecke angeboten.

 


 

Es war einmal eine kleine Grundschule in Werda im Vogtland, die dringend renoviert werden musste. Dach, Wasser- und Stromleitungen mussten erneuert werden und die Klassenzimmer sollten einen neuen freundlichen Anstrich bekommen. Die Handwerker werkelten und befreiten die Wände von den alten Tapeten und Anstrichen. Da fiel einem Maler, der in einem Klassenzimmer im Erdgeschoss arbeitete, plötzlich auf, dass unter Dutzenden von alten Anstrichen und Tapeten so etwas wie ein Wandbild zu sehen war – oder wenigstens Umrisse davon.

 

Vorher Wandbild Grundschule Werda 1935-37

 

Der Maler sprach mit der Direktorin, einer sehr klugen Frau. Die Direktorin sprach mit dem Bürgermeister, einem freundlichen, gutherzigen Mann. Die beiden sprachen mit den anderen Lehrern und Leuten, die sich mit der Geschichte in Werda auskannten …. und alle waren sich einig: Das Bild muss erhalten bleiben.
Gemalt wurde es nämlich in den Jahren 1935-1937, also vor mehr als 70 Jahren. Der Maler hieß Clemens Mecke und war damals auch Lehrer an der Schule in Werda.
Schnell war im Ort ein Maler gefunden, der sich bereit erklärte, das 7 mal 2 Meter große Bild zu restaurieren. Die Arbeit daran dauerte insgesamt etwas mehr als 2 Monate. Und so haben wir wohl als einzige Schule im Vogtland ein Klassenzimmer mit einem historischen Wandbild, dass über die ganze Wand geht. Auf dem Bild kann man sehen, wie es in Werda früher ausgesehen hat und auch, wie die Menschen damals gelebt und auf dem Feld gearbeitet haben. Über der Tür steht der Spruch: EHRET MEINE HEIMAT.
Und wenn alle darauf achten, dass dieses Bild erhalten bleibt, werden noch viele Kinder ihre Freude daran haben und in diesem besonderen Klassenzimmer lernen dürfen.