Künstler der verschollenen Generation


Otto Müller-Eibenstock / Bewegung / 1947

Diese waren oftmals bereits lokal bedeutsam, wie etwa einige Mitglieder der Hamburgischen Sezession. Zumeist werden Maler der zweiten expressionistischen Generation und der Neuen Sachlichkeit dazu gezählt. Der Marburger Journalist und Kunsthistoriker Rainer Zimmermann (1920–2009) hat in seinem 1980 erschienenen Buch auf die betroffene Generation der bildenden Künstler aufmerksam gemacht und prägte mit dem Titel Die Kunst der verschollenen Generation. Deutsche Malerei des expressiven Realismus von 1925–1975 den Begriff. Oftmals gingen ihre Werke während des Krieges durch Bombenangriffe verloren. Nach Kriegsende fiel es ihnen schwer, an die Erfolge von vor der Zeit des Nationalsozialismus anzuknüpfen. Auch einige Künstler aus dem Vogtland lehrten als Professoren an Kunstschulen. Sie beteiligten sich zwar an Ausstellungen, blieben aber bislang nur einem kleineren Publikum bekannt. (Walter Helbig, Otto Müller-Eibenstock, Max Eismann, Friedbert Ficker, Theodor Traeger, Otto Lange, Walter Thomas, Johannes Wagner u.v.m.)

Die Künstler*innen der Verschollenen Generation sind auf keinen einheitlichen Kunststil festzulegen. Sie arbeiteten sowohl gegenständlich, expressionistisch als auch expressiv-realistisch, kubistisch-realistisch sowie völlig abstrakt.