Horst Eczko

  • 1937 geboren in Nußberg/Ostpreußen
  • 1952 - 1955 Lehre und Abschluss als Musterzeichner bei Georg Schauer, Möbelstoffweberei Uhlemann Reichenbach
  • 1960 - 1962 Mal- und Zeichenschule bei Prof. Carl Michel in Zwickau Abitur in Auerbach
  • 1965 Externes Diplom an der Fachhochschule für Angewandte Kunst, Schneeberg
  • 1965 -1991 Designer im Zentralen Musterbüro Lengenfeld im Vogtland ZMB)
  • 1965 - 1992 Mitglied im Verband bildender Künstler/ Künstlerbund Chemnitz
  • 1975 -1991 nebenamtliche Lehrtätigkeit an der Ingenieurschule für Textiltechnik Reichenbach im Vogtland, Abteilung Gestaltung
  • 1991 - 2001 Designer der Möbelstoffweberei Rohleder in Konradsreuth/ Oberfranken
  • ab 1965 stetige Beschäftigung mit freier Kunst, Malerei und Grafik
  • seit 1997 Leiter der Interessengruppe „Kreatives Malen und Zeichen" am Neuberin-Museum- Reichenbach
  • seit 2003 Leiter der Malwerkstatt des Kulturbundes Lengenfeld
  • 2010 Sächsischer Museumspreis für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Neuberin-Museum-Reichenbach

Personalausstellungen

Auerbach, Dresden, Bonn, Burg Mylau, Lauda-Königshofen, Lengenfeld, Kapelle Neuensalz, Plauen, Reichenbach

Ausstellungsbeteiligungen

Auerbach, Bonn, Chemnitz, VI. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, Hof, Leipzig, Prag, Bratislava, Warschau (Design-Ausstellung), Weimar

Arbeiten im öffentlichen Raum

Neuberin-Museum Reichenbach, Rathaus Lengenfeld


Was mich bewegt

Aufmerksam machen, Dinge hinterfragen, das ist mein Anlie­gen. Hinschauen! Möchte ich dem Betrachter meiner Bilder zurufen. Meine Arbeiten sind zeit- und gegenwartsbezogen, beschäftigen sich mit aktuellen Ereignissen, optischen und sinnlichen Erlebnissen.

Ich muss nicht nach Motiven suchen, male was ich sehe, spüre, erlebe, was mich bewegt. Meine Sicht auf die Welt gebe ich in Bildern wieder, setze mich mit aktuellen Nachrichten und Geschehnissen bildhaft auseinander. Unbeachtete beach­tenswerte Zeit- und Naturereignisse versuche ich durch Malerei, Zeichnungen oder Illustrationen sichtbar zu machen. Nicht vordergründig. Deshalb fordert manches Bild intensives Schauen, um zu erkennen.

Wenn ich die heutige Welt betrachte, verfallene Häuser und In­dustriebrachen sehe, reizt es mich, diese Situation durch meine Bilder darzustellen. Die alten Backstein- Industriebrachen zei­gen die vergangene Industriekultur. Rückbau, Verfall ist oft der einzig scheinende Ausweg. Ersatzweise werden heute Groß­containerfabriken, in denen nur wenige Menschen arbeiten, aufgestellt.

Mich treibt es dazu, diese alte und neue Situation der Industrie­landschaft als eine Art gemalte Protokolle darzustellen. Ebenso drängt es mich, aktuelle gesellschaftliche Ereignisse bildhaft niederzuschreiben.

Auch meine Natur- und Landschaftsbilder sind nicht nur „heile Welt". Gestutzte Bäume, die Natur zerstörenden, ungefilterten Sonnenstrahlen sind hier beispielsweise meine Themen. Und: Es gibt sie eben auch noch, die liebens- und erhaltenswerte Idylle - glücklicherweise! (2017)



Bild links: "Kein Treffen"  Mischtechnik 2015 / 50x75cm


Gerd Betka

Margot Vogel, Gisela Marckhoff und Margitta Flehmig (von links) von der Keramikwerk kamen bei der Eröffnung der Ausstellung mit Horst Eczko (rechts) ins Gespräch, der die Mal- und Zeichenwerkstatt leitet. Foto: Franko Martin