120. Geburtstag Otto Müller-Eibenstock (1918 - 2018)

Als sich vor etwa 6 Jahren die Interessengemeinschaft falkart gegründet hat,
konnte noch niemand ahnen, was sich daraus entwickeln würde, welch große Künstler in Falkenstein/Vogtl. - in der ehemals blühenden Textilindustriestadt, gelebt und gearbeitet haben.
Zu einem der ganz Großen zählt zweifellos Otto Müller-Eibenstock, der vor 120 Jahren, am 15.August 1898 in Falkenstein (OT Dorfstadt) geboren wurde.
Gerne hätten wir seine Werke in einer Ausstellung hier in Falkenstein präsentiert. Dies erwies sich aber als äußerst kompliziert, weil wir kaum an Leihgaben von Werken des großen Meisters gelangen konnten.
Bis wir vor etwa 4 Monaten erfuhren, dass in Eibenstock eine Bürgerstiftung "Zu Hause am Auersberg" gegründet wurde, die selbst über 60 Bilder und Textilentwürfe aus einem Sammlernachlass ankaufte. Sofort haben wir uns getroffen und gemeinsam ein tolles Netzwerk aufgebaut, dass es uns ermöglichte, gemeinsam mit der Staatlichen Kunstsammlung Chemnitz und der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz unseren Otto Müller–Eibenstock zum 120. Geburtstagsjubiläum entsprechend zu ehren. Hierzu organisieren wir für Oktober 2018 ein Kolloquium in der ehemaligen Wirkungsstätte von Otto Müller-Eibenstock in der Stadt Eibenstock und 14 Tage später werden wir in unserer Galerie in Falkenstein , Sparkasse, eine Ausstellung mit seinen Werken präsentieren.
Wer war dieser vor 120 Jahren in Falkenstein geborene Künstler?
Hierzu ein Textauszug von Brigitta Milde - Leiterin Carlfriedrich Claus Archiv, Kunstsammlungen Chemnitz: „Der Maler, Grafiker und Textilgestalter Otto Müller-Eibenstock konnte bereits sehr frühzeitig auf künstlerische Erfolge verweisen. Bereits 1926 – noch nicht dreißigjährig- stellte er seine geometrisch-abstrakten Kompositionen in der Großen Berliner Kunstausstellung innerhalb der Gruppe der „Abstrakten“ aus. Seine Werke hingen hier neben Arbeiten so renommierter Künstler wie Wasily Kandinsky, Alexander Archipenko, Robert und Sonja Delaunay oder Piet Mondrian.
Umso tragischer ist es, dass dieser Künstler aufgrund des nationalsozialistischen Feldzuges gegen die Moderne und aufgrund der nachfolgenden Formalismus-Realismus-Debatte im Osten Deutschlands so vollständig vom Kunstsektor ausgegrenzt werden konnte, dass er heute nur noch in Fachkreisen bekannt ist. Erst die späten siebziger und achtziger Jahre brachten den inzwischen Hochbetagten durch Ausstellungen und Publikationen eine verspätete Resonanz.“
Über unsere beiden Vorhaben werden wir Sie in Kürze genauer informieren.
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass mit Otto Müller–Eibenstock uns noch ein großer bekannter Künstler aus Falkenstein OT Dorfstadt aufgefallen ist.
Max Eismann , am 13. Januar 1900 auch in Falkenstein, ebenfalls im Ortsteil Dorfstadt, geboren.
Er war Freund und Wegbegleiter von Otto Müller–Eibenstock, ist aber leider 1945 kurz vor Kriegsende gefallen.
Beide waren ihrer Vogtländischen Heimat eng verbunden, gemeinsame Ausbildung zum Textilgestalter an der Kunstschule Plauen, die auch hier in Falkenstein eine Außenstelle hatte und mit guten Handwerkszeug gerüstet, um international anerkannte Vertreter der „Konstruktivisten“ zu werden. Max Eismann arbeitete als Gestalter für die Industrie aber auch freikünstlerisch. Entwürfe von Max Eismann hat das Grassi Museum in Leipzig bereits 1922 und
1925 angekauft. Mitglieder der Gruppe „Die Abstrakten“ aus dem Jahr 1930 waren u.a. Max Eismann, Lyonell Feiniger, Fritz Goertz, Rudolf Jahns, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Otto Müller-Eibenstock, Hans Nitzschke...
Da Max Eismann nicht verheiratet war und leider nur 45 Jahre alt wurde, wissen wir leider sehr wenig über Ihn.
Deshalb unsere Frage an alle Falkensteiner, gibt es Personen, die etwas über
Max Eismann wissen?
Melden Sie sich gerne bei uns – Danke. Bisher bekannte Infos über Max Eismann finden Sie hier.
Der Vorstand des Kunstförderverein falkart e.V.

"Das(s) was bleibt" Regina und Wolfgang Blechschmidt - Personalausstellung vom 20. April - 12. Oktober 2018

Skulptur "Raum" von Regina Blechschmidt, Stillleben "Pfingstrose" und "Pilgerweg" von Wolfgang Blechschmidt -Arbeiten, die ab heute in der Galerie im Falkensteiner Schloss gezeigt werden. Foto: David Rötzschke
Falkensteiner Künstlerpaar stellt aus
Von Kristin Vardi (erschienen am 20.04.2018)

Regina und Wolfgang Blechschmidt feiern dieses Jahr beide 65. Geburtstag. In ihrer Ausstellung "das(s) was bleibt" blicken sie zurück auf Werk und Leben.

Durch ihre Gegensätzlichkeit inspirierten sie sich seit Jahrzehnten. Etwa 35 Werke zeigen sie in der heute eröffnenden Ausstellung in der Sparkassen-Galerie "Falkart" am Schlossplatz 1. Neben Bildern von Wolfgang Blechschmidt (64) sind Gemälde sowie Skulpturen seiner Frau aus Keramik, Holz, Ton und Papier ausgestellt.
Ihre Kunst hätten sie bisher fast immer gemeinsam ausgestellt. Wenn sie sich "Die Blechschmidts" nennen, dann
wüssten darum alle in der Region Bescheid, so die gebürtige Rodewischerin. Sie hat Ausstellungsstücke aus den Jahren 2001 bis 2018 ausgewählt, er aus den vergangenen fünf Jahren seines Schaffens. Sie, die gern mit Material spielt, hat auf einer Verpackungsfolie aus Plastik ein Porträt gezeichnet - die Kurzlebigkeit der Zeit, die Allgegenwart von Plastik -das möchte sie mit dem Werk thematisieren. Und die Frage stellen: Was bleibt von dieser Lebensweise? Was bleibt von einem Menschen? Was hinterlässt er, wenn er geht? Was ist "das, was bleibt?" Anders als ihre haben die Arbeiten von ihrem Partner einen sehr sparsamen Farbaufbau. Sie bestehen aus sieben Graustufen, schwarz und weiß. Geht man ganz nah heran, erkennt man nichts. Erst der Abstand macht Zusammenhänge sichtbar, bringt Klarheit.
Das stimmt für diese Werke, aber auch beim Blick auf ein Leben, so Wolfgang Blechschmidt. In einer Serie zeigt er ein Streichholz. "Es überbringt Licht, opfert sich auf." Auf dem letzten Bild liegt es verkohlt und zerbrochen. Doch nicht nur mit dem Tod beschäftigt sich der Maler. Auch Ikonografie interessiert ihn, der Einsatz der Farbe Gold sowie Detailstudien. So hat er ein Jahr lang nur Äpfel gemalt. Von den Äpfeln sind kolorierte Bleistiftzeichnungen auf Spiegelglas zu sehen. Sich immer wieder mit dem Apfel zu beschäftigen, das sei wie Meditation gewesen, ein Zu-Sich-Finden. "Apfel wie Anfang - Streichholz wie ... Schluss", so Regina Blechschmidt. Ja, so könne man die Spannbreite der gezeigten Werke verstehen, aber es sei keinesfalls eine Abschluss-Ausstellung, eher ein Innehalten, so Wolfgang Blechschmidt über die gemeinsame Ausstellung, die ab heute bis 12. Oktober während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen ist. (hier weiterlesen)

Akt-Zeichnungen des Falkensteiner Malers und Grafikers Walter Thomas

In den Geschäftsräumen der ECOVIS Steuerberatungsgesellschaft mbH in Falkenstein (Hotel Falkenstein) werden erstmals Akt-Zeichnungen des Falkensteiner Malers und Grafikers Walter Thomas gezeigt. Zu den Geschäftszeiten - Sehenswert!! mehr Infos und Bilder zur Ausstellung

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Die Gründungsmitglieder des Kunstförderverein falkart e.V.
von links: Rainer Döhling, Horst Eczko, Ehepaar Herold, Thomas Kerschon, Sabine Luderer, Siegfried Henze (Ehrenmitglied), Ehepaar Steierhofer, Ehepaar Iancu, Nadine Gerber und Ehepaar Blechschmidt

"Die Kunst und Kultur aufrecht zu erhalten und fortzusetzen ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, da dies eine große Herausforderung mit sich bringt. Mit Ihrem Ehrgeiz und Verantwortungsbewusstsein sind Sie alle gemeinsam ein Vorbild für viele Falkensteinerinnen und Falkensteiner. Dafür meine größte Anerkennung und einen ganz besonderen Dank.
Ich wünsche dem neuen Verein und allen Mitgliedern alles Gute, viel Kraft, Erfolg und Gottes Segen. Sehr gerne wird die Stadt den Verein bestmöglich unterstützen".
Marco Siegemund (Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Vogtl.)

Die Hommage zum 100. Geburtstag Professor Gotthard Schettler ist auch eine Hommage an Falkenstein, seine Architektur und die Künstler der Region

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Lieber Herr Döhling,
das Buch über und zu Ehren von Gotthard Schettler ist mir übergeben worden und ich bin voller Bewunderung. Es zeigt sich, was man mit Begeisterung schaffen kann. Sie meinen zwar, kein Profi zu sein, aber: Kein Profi hätte es besser gekonnt!
Herzlich grüßt
Ihr Harald Marx (Prof. Harald Marx ist ehemaliger Direktor der Galerie Alter Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden)

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Falkensteiner Künstlerpaar stellt aus

Apr 20 Falkensteiner Künstlerpaar stellt aus

Regina und Wolfgang Blechschmidt feiern dieses Jahr beide 65. Geburtstag. In ihrer Ausstellung "das(s) was bleibt" blicken sie zurück auf Werk und Leben. Von Kristin Vardi erschienen am 20.04.2018 Weiterlesen …