Vita

„Einer der 14 Falkart-Gründungsmitglieder des Kunstförderverein falkart e.V.  ist Thomas Kerschon. 1971 gehörte er in Plauen zu den letzten elf Lithografen, die in der DDR ausgebildet wurden. "Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen. Die Großmutter zeichnete Spitzenmuster, der Großvater war Bäcker. Früh aufstehen wollte ich aber nicht", sagte er mit Schalk im Blick.

Bis 2015 arbeitete Kerschon bei Sachsendruck in Plauen, dann machte er sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig. Heute entwirft er Plakate, Flyer, Logos, und betreibt in Falkenstein die Galerie "Aal am Stil", in der Lesungen, Musik, Ausstellungen stattfinden. Einen festen künstlerischen Stil habe er nicht, bekennt Kerschon - und fügt hinzu: "Aber hintersinnig muss es schon sein". Seine Bildpostkarten (…) stehen dafür.“ (Bernd Appel)

Verarbeiten von Ereignissen, verarbeiten von Zuständen, sich etwas von der Seele reden, schreiben, zeichnen. So versuche ich Ruhe zu finden und mich zu erinnern, ob es schon Antworten gab – auch auf ungestellte Fragen.
Aber etwas hintersinnig muss es schon sein, auch wenn es manchmal plakativ und vordergründig aussieht.
Wenn z. B. ein alter Schulfreund - warum auch immer - aus der Bahn geworfen wird, so gibt dies Rätsel auf. Wenn der Tod ihn zu Boden drückt, weil vielleicht - und das im übertragenem Sinn - die Angst vorm Arm-N-Haus ihn hat aufgeben lassen...
Wer kann es wissen?