Gottfried Schüler

(1923 – 1999)

Biographie

  • 9.5.1923 in Falkenstein/Vogtland geboren
  • 1929-41 Schulbesuch – Abitur
  • 1941-45 Kriegsdienst, Gefangenschaft
  • 1945 Prüfung als Neulehrer
  • 1946-50 Studium an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar bei den Professoren Hans Hoffmann-Lederer (Bauhausvorlehre), Otto Herbig (Malerei und Grafik), Hermann Kirchberger (Wandmalerei), persönliche Förderung durch den Dozenten Hans Pfannmüller
  • seit 1950 freischaffend in Weimar
  • 1947-55 Lehre an der Volkshochschule für Akt-, Porträt und Figurenzeichnen
  • 1954-74 Lehrbeauftragter und Dozent an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (heute Bauhaus-Universität). Unterricht in den Fächern Akt-, Porträt und Figurenzeichnen, druckgrafische Techniken, Struktur- und Kompositionsübungen, Tafelbildmalerei, Farbgebung, architekturbezogene Bildende Kunst
  • seit 1955 intensive Beschäftigung mit architekturbezogener Bildender Kunst, Ausführung zahlreicher Wandgestaltungen in Weimar Erfurt, Arnstadt, Nordhausen, Flughafen Berlin-Schönefeld, Palast der Republik, Berlin
  • 1958-81 Studienreisen u.a. nach Bulgarien, Moskau, Prag, Leningrad
  • seit 1968 verstärkte Hinwendung zur Tafelbildmalerei
  • 1975 Literatur- und Kunstpreis der Stadt Weimar
  • 1980 Honorarprofessor für Bildkünstlerisches Gestalten an der Hochschule für Architektur und Bauwesen, Professor auf Lebenszeit
  • 1980-85 Unterricht in künstlerischen Gestaltungen auf der Grundlage von „Bauhaus 1980“
  • 1989 Übersiedlung vor der Wende nach Osterode a.Harz
  • 25.12.1999 in Göttingen gestorben

Für Gottfried Schüler begann sein Lebenstraum mit dem Kunststudium 1946 in Weimar, wo er danach mehr als 4 Jahrzehnte freischaffend und als Lehrender wirkte. Er verließ 1989 die DDR und ließ sich in Osterode nieder, um dort ein beeindruckendes Spätwerk zu schaffen.

Es ist eine Besonderheit, eine Einzigartigkeit in den Arbeiten von Gottfried Schüler, die ihn nicht als d e n Landschaftsmaler, als d e n Porträtmaler, d e n Aktmaler- und Zeichner schlechthin einordnen lassen, es ist eben die ihm entspringende Schüler´sche Formsprache. Er entwickelte in intensiver Arbeit, in immerwährender Zwiesprache mit der Natur, den Gesetzen der Natur, mit dem Universellen, dem Göttlichen seine künstlerischen Aussagen, die ganz aus seinem Innersten erwachsen sind und nicht durch äußere Zwänge und Vorschriften beeinflußbar waren. (Elke Gatz-Hengst)

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