1. Künstlerstammtisch des Kunstförderverein falkart e.V.

von Wolfgang Blechschmidt (Kommentare: 0)

Erste Eschenbacher Kreativ-Runde

Erste Eschenbacher Kreativ-Runde

Im Dialog: Moderator Wolfgang Blechschmidt und Thomas Kerschon (rechts) mit einer der für ihn typisch hintersinnigen Geste. Foto: Thorald Meisel

Bianca Hallebach ist Goldschmiedemeisterin und Schmuckgestalterin. 1991 hatte sie sich in Adorf selbstständig gemacht, 2003 erfolgte der Umzug nach Plauen. Ein Jahr später gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Bundes Bildender Künstler Vogtland. Auch beim Plauener Kunstverein ist sie dabei. Viele ihrer Inspirationen bezieht Bianca Hallebach aus den Gesteinen, die man im Vogtland findet. "Unsere Region bietet die Möglichkeit einer geologischen Reise vom Kambrium bis zum Karbon", zeigt sie auf - und veranstaltet auch geologische Führungen für Kinder. Besonders reizvoll für sie sind die Felsen im Tal des Kemnitzbaches im Burgsteingebiet. Für ihre Trauring-Kollektion "Vereint" hat sie neben 585er Gold und Ebenholz aber auch Jaspis aus Klingenthal verarbeitet. Der Fels in der Brandung - in diesem Slogan sieht die Künstlerin auch so etwas wie ein Symbol für die Ehe, das sie künstlerisch umsetzt.

Bianca Hallebach war die erste Künstlerin, die in der Stammtischreihe des Falkensteiner Kunstvereins Falkart zu Wort kam. "Wir sind noch am Überlegen, ob wir die Reihe Künstlerstammtisch oder Kunststammtisch nennen sollten", sagte Wolfgang Blechschmidt, der als Moderator durch den Abend führte, zu dem zwei Dutzend interessierte Gäste gekommen waren.

Mit dem Kunsthaus Eigenregie von Ines und Mario Falcke im Schönecker Ortsteil Eschenbach haben sich die Falkensteiner dabei eine Lokalität ausgesucht, die für eine solche Veranstaltung den passenden Rahmen bietet. Für kreative Angebote hatte dort schon der Maler Volkmar Förster gesorgt. Die Falckes setzen diese Tradition seit 2012 fort. Ein Jahr später gründete sich in Falkenstein der Verein Falkart. Die Idee für das Label hatte der Maler und Grafiker Wolfgang Blechschmidt, weil es in Anlehnung an die Designer-Traditionen des einstigen Textilbetriebes Falgard eine Verbindung zur beachtlichen Kunstszene der Stadt darstellen kann.

Einer der 14 Falkart-Gründungsmitglieder ist Thomas Kerschon. 1971 gehörte er in Plauen zu den letzten elf Lithografen, die in der DDR ausgebildet wurden. "In bin bei meinen Großeltern aufgewachsen. Die Großmutter zeichnete Spitzenmuster, der Großvater war Bäcker. Früh aufstehen wollte ich aber nicht", sagte er mit Schalk im Blick.

Bis 2015 arbeitete Kerschon bei Sachsendruck in Plauen, dann machte er sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig. Heute entwirft er Plakate, Flyer, Logos, und betreibt in Falkenstein die Galerie "Aal am Stil", in der Lesungen, Musik, Ausstellungen stattfinden. Einen festen künstlerischen Stil habe er nicht, bekennt Kerschon - und fügt hinzu: "Aber hintersinnig muss es schon sein". Seine Bildpostkarten, die er präsentierte, stehen dafür.

Termin: Freitag, 18 Uhr, Galerie im Schloss Falkenstein: Eröffnung der Ausstellung Bruno Paul (1903-1992) - Fotograf, Maler, Grafiker.

Zurück

Einen Kommentar schreiben