Falkensteiner Künstlerpaar stellt aus

von Wolfgang Blechschmidt (Kommentare: 0)

Regina und Wolfgang Blechschmidt feiern dieses Jahr beide 65. Geburtstag. In ihrer Ausstellung "das(s) was bleibt" blicken sie zurück auf Werk und Leben. Von Kristin Vardi erschienen am 20.04.2018

"Das(s) was bleibt" Regina und Wolfgang Blechschmidt - Personalausstellung vom 20. April - 12. Oktober 2018

 
Von Kristin Vardi (erschienen am 20.04.2018)
 
Durch ihre Gegensätzlichkeit inspirierten sie sich seit Jahrzehnten. Etwa 35 Werke zeigen sie in der heute eröffnenden Ausstellung in der Sparkassen-Galerie "Falkart" am Schlossplatz 1. Neben Bildern von Wolfgang Blechschmidt (64) sind Gemälde sowie Skulpturen seiner Frau aus Keramik, Holz, Ton und Papier ausgestellt.
Ihre Kunst hätten sie bisher fast immer gemeinsam ausgestellt. Wenn sie sich "Die Blechschmidts" nennen, dann
wüssten darum alle in der Region Bescheid, so die gebürtige Rodewischerin. Sie hat Ausstellungsstücke aus den Jahren 2001 bis 2018 ausgewählt, er aus den vergangenen fünf Jahren seines Schaffens. Sie, die gern mit Material spielt, hat auf einer Verpackungsfolie aus Plastik ein Porträt gezeichnet - die Kurzlebigkeit der Zeit, die Allgegenwart von Plastik -das möchte sie mit dem Werk thematisieren. Und die Frage stellen: Was bleibt von dieser Lebensweise? Was bleibt von einem Menschen? Was hinterlässt er, wenn er geht? Was ist "das, was bleibt?" Anders als ihre haben die Arbeiten von
ihrem Partner einen sehr sparsamen Farbaufbau. Sie bestehen aus sieben Graustufen, schwarz und weiß. Geht man ganz nah heran, erkennt man nichts. Erst der Abstand macht Zusammenhänge sichtbar, bringt Klarheit.
Das stimmt für diese Werke, aber auch beim Blick auf ein Leben, so Wolfgang Blechschmidt. In einer Serie zeigt er ein Streichholz. "Es überbringt Licht, opfert sich auf." Auf dem letzten Bild liegt es verkohlt und zerbrochen. Doch nicht nur mit dem Tod beschäftigt sich der Maler. Auch Ikonografie interessiert ihn, der Einsatz der Farbe Gold sowie Detailstudien. So hat er ein Jahr lang nur Äpfel gemalt. Von den Äpfeln sind kolorierte Bleistiftzeichnungen auf Spiegelglas zu sehen. Sich immer wieder mit dem Apfel zu beschäftigen, das sei wie Meditation gewesen, ein Zu-Sich-Finden. "Apfel wie Anfang - Streichholz wie ... Schluss", so Regina Blechschmidt. Ja, so könne man die Spannbreite der gezeigten Werke verstehen, aber es sei keinesfalls eine Abschluss-Ausstellung, eher ein Innehalten, so Wolfgang Blechschmidt über die gemeinsame Ausstellung, die ab heute bis 12. Oktober während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen ist.

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